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COVID-19: Teilweise Lockerung der vorübergehenden Beschränkung von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die EU

Hände mit Einmalhandschuhen halten Schild Coronavirus vor blauem Hintergrund

Covid-19 / Coronavirus, © Colourbox

18.06.2020 - Artikel

Deutschland hat die EU-Empfehlung zur Lockerungen der Einreisebeschränkungen von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die EU am 2. Juli umgesetzt.

Einreisen aus Drittstaaten

Seit 17. März 2020 gelten EU-weit einheitliche Einreisebeschränkungen für nicht notwendige Reisen aus Drittstaaten. Diese Beschränkungen gelten insbesondere auch für Einreisen nach Deutschland. Einzelheiten hierzu finden Sie auf der Webseite des Bundesinnenministeriums.

Angesichts der teilweisen Verbesserung der weltweiten epidemiologischen Lage hat der Rat der Europäischen Union hat am 30. Juni 2020 auf Grundlage eines Entwurfs der Kommission eine Empfehlung zu Lockerungen der Einreisebeschränkungen beschlossen. Diese Empfehlung setzt Deutschland ab dem 02. Juli 2020 wie folgt um:

Drittstaaten ohne Einreisebeschränkungen

Aus den folgenden Drittstaaten mit geringem Infektionsgeschehen ist ab dem 02. Juli 2020 die Einreise wieder ohne Einschränkungen möglich:

  •     Australien
  •     Georgien
  •     Kanada
  •     Montenegro
  •     Neuseeland
  •     Thailand
  •     Tunesien
  •     Uruguay

Für China, Japan und Südkorea ist die Aufhebung der Einreisebeschränkungen vorgesehen, wenn diese entsprechende Einreisemöglichkeiten gewähren.

Diese Staatenliste soll grundsätzlich regelmäßig aktualisiert werden. Für die Frage, ob die Einreise zulässig ist, ist dabei der vorherige Aufenthaltsort der Reisenden maßgeblich, nicht ihre Staatsangehörigkeit.

Einreisemöglichkeiten für Reisende aus allen Drittstaaten

Auch aus Drittstaaten, die nicht in der vorstehenden Liste aufgeführt sind, kann eine Einreise nach Deutschland erfolgen, wenn hierfür ein wichtiger Grund vorliegt. Für folgende Personengruppen bzw. Reisezwecke ist insoweit eine Einreise nach Deutschland zulässig:

  • Deutsche Staatsangehörige sowie Staatsangehörige von anderen EU-Staaten, Schengen-assoziierten Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) oder von Großbritannien;
  • Drittstaatsangehörige mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland;
  • drittstaatsangehörige Familienangehörige, die zum Familiennachzug oder zu Besuchsreisen aus dringenden familiären Gründen einreisen;
  • Gesundheitspersonal, Gesundheitsforscher und Altenpflegepersonal;
  • ausländische Fachkräfte und hoch qualifizierte Arbeitnehmer, deren Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und deren Arbeit nicht aufgeschoben oder im Ausland ausgeführt werden kann;
  • Personal im Gütertransport sowie sonstiges Transportpersonal;
  • Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft;
  • Seeleute;
  • ausländische Studierende, deren Studium nicht vollständig vom Ausland aus durchgeführt werden kann;
  • Personen, die internationalen Schutz oder Schutz aus anderen humanitären Gründen benötigen;
  • Diplomaten, Personal internationaler Organisationen, militärisches Personal und humanitäre Helfer in Ausübung ihrer Tätigkeit;
  • Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler;
  • Passagiere im Transitverkehr.

Reisen innerhalb der EU bzw. des Schengen-Raums

Die zeitweise geltenden Einreisebeschränkungen aus anderen EU-Staaten, Schengen-assoziierten Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) oder Großbritannien sind seit dem 21. Juni 2020 vollständig aufgehoben. Einreisen nach Deutschland aus anderen Staaten der EU, des Schengen-Raums oder aus Großbritannien sind seither daher wieder ohne Einschränkung möglich.

Quarantänebestimmungen für Ein- und Rückreisende:

Bund und Länder haben sich auf die Grundzüge einheitlicher Quarantänebestimmungen für Ein- und Rückreisende verständigt. Nähere Informationen (z.B. auch in englischer Sprache), der Mustertext sowie weiterführende Links finden sich auf den Webseiten des Auswärtigen Amts und des BMI; zur konkreten Umsetzung der Maßnahmen in den einzelnen Ländern wird auf die Webseiten der Landes-Gesundheitsministerien verwiesen.

Visabearbeitung der Botschaft aufgrund Einreisebeschränkungen stark eingeschränkt

Aufgrund der bestehenden Einreisebeschränkungen für alle nicht unbedingt notwendigen Reisen aus Drittstaaten in die Bundesrepublik Deutschland zur weiteren Eindämmung von COVID-19 kann die Botschaft derzeit grundsätzlich keine neuen Visumanträge bearbeiten. Annahme und Erteilung erfolgen deswegen nur ausnahmsweise, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller darlegen kann, dass zwingende Gründe vorliegen, die eine der vorgesehenen Ausnahmen von den Einreisebeschränkungen rechtfertigen.

Gemäß Empfehlung der EU-Kommission vom 11. Juni 2020 sollen ab dem 1. Juli 2020 von den Einreisebeschränkungen zusätzlich folgende Personengruppen ausgenommen sein, die dementsprechend ab sofort wieder Visumanträge stellen können:

Familienangehörige von Bürgerinnen oder Bürgern der EU-Mitgliedstaaten und der assoziierten Schengen-Länder sowie von Drittstaatsangehörigen, die sich rechtmäßig in der EU aufhalten, unabhängig davon, ob sie an ihren Wohnort zurückkehren;

Studenten; und

Hochqualifizierte Arbeitskräfte, deren Arbeitskraft aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und deren Arbeit nicht aufgeschoben oder im Ausland ausgeführt werden kann.

Hinweis: Eine Erteilung von Visa an die vorgenannten Personen kann erst erfolgen, nachdem die EU-Mitgliedstaaten die vorgenannten Empfehlungen der EU-Kommission umgesetzt haben.

Die Botschaft wird hier umgehend informieren, wenn sich an dieser Situation weitere Änderungen ergeben.


Nutzung bereits ausgestellter D-Visa / Neuvisierung

Die bestehenden Einreisebeschränkungen für alle nicht unbedingt notwendigen Reisen aus Drittstaaten in die Bundesrepublik Deutschland zur weiteren Eindämmung von COVID-19 können unter Umständen dazu führen, dass eine Nutzung des von der Botschaft bereits vor Inkrafttreten der Einreisebeschränkungen am 17.03.2020 ausgestellten nationalen Visums im Rahmen der Gültigkeitsdauer nicht möglich ist. Sobald eine Einreise wieder möglich ist, kann daher auf Antrag in einem vereinfachten Verfahren ein neues Visum erteilt werden. Voraussetzung dafür wird sein, dass sich nur das Reisedatum, nicht aber der Aufenthaltszweck oder -ort geändert haben. Über das weitere Vorgehen wird die Botschaft – sobald Einreisen wieder möglich sind – hier zeitnah informieren.

Kompass
Visa-Navigator© Colourbox

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Ein Beamter der Bundespolizei gibt einem Passagier im Düsseldorf International-Flughafen nach einer Ausweiskontrolle den Reisepass zurück.
Passkontrolle am Düsseldorfer Flughafen© dpa














Für die Einreise nach Deutschland benötigen turkmenische Staatsangehörige ein Visum. Die Art des Visums hängt von der Dauer des geplanten Aufenthalts ab. Möchten Sie also nur für kurze Zeit nach Deutschland, z.B. als Tourist? Oder planen Sie einen längeren Aufenthalt, z.B. für ein Studium?

Bitte wählen Sie zunächst aus, welche Dauer Ihr geplanter Aufenthalt hat: 

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Für kurzfristigen Aufenthalt bis maximal 90 Tage

Das Nationale Visum ist das Einreisevisum für einen langfristigen Aufenthalt zu einem bestimmten Reisezweck. Es wird in der Regel für 90 Tage, in bestimmten Fällen bis zu einem Jahr erteilt. Nach…

Für langfristigen Aufenthalt (über 90 Tage)

Gut möglich, dass Ihre Frage hier bereits beantwortet wird. Bitte schauen Sie sich daher diese Fragen genau an, bevor Sie sich persönlich an die Auslandsvertretung wenden. Vielen Dank!

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