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Landsleutebrief: Militärische Angriffe / Ausreisemöglichkeiten aus Iran

05.03.2026 - Artikel

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Landsleute,

das israelische und das US-Militär greifen weiterhin Ziele im ganzen Land an. Iran reagiert mit umfassenden Gegenschlägen auch auf unbeteiligte Staaten in der Region. Die Situation in Iran bleibt unübersichtlich. Der iranische Luftraum ist weiterhin geschlossen. Für Iran besteht eine dringende Reisewarnung des Auswärtigen Amts.

Falls Sie eine Ausreise über den Landweg erwägen sollten, beachten Sie bitte folgendes:

  • Entscheiden Sie in eigenverantwortlicher Abwägung Ihrer individuellen Situation, ob Sie an Ihrem Wohnort bzw. derzeitigen Aufenthaltsort ausreichend sicher sind oder aufgrund der angespannten Lage eine Ausreise auf dem Landweg in Erwägung ziehen wollen. Bitte beachten Sie, dass sich die Sicherheitslage jederzeit ändern kann. Eine Lagebewertung oder Gefährdungseinschätzung für Ihre persönlichen Umstände und individuelle Wegstrecke können wir für Sie nicht vornehmen.
  • Die Öffnungszeiten der Grenzübergänge können sich täglich und auch kurzfristig ändern. An allen Grenzübergängen muss mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Es gibt Berichte, wonach iranische Behörden an den Grenzübergängen iranischen Staatsangehörigen die Ausreise verweigern.
  • An den Grenzübergängen gibt es keine Schutzmöglichkeiten gegen Raketen- /Drohnenangriffe. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass Sie bei Fahrten über Land in die Nähe von Militäroperationen geraten können.
  • Es muss bei Fahrten über Land mit spontan eingerichteten Checkpoints und entsprechenden Zeitverlusten gerechnet werden. • Ein Transport zu den Grenzübergängen kann vom Auswärtigen Amt nicht organisiert werden.
  • Sehen Sie möglichst von Nachtfahrten ab und vergewissern Sie sich zuvor, dass Sie die notwendigen Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes erfüllen.

Folgende Informationen zu den Grenzübergängen liegen uns derzeit vor:


Türkei:


Die Grenzübergänge Sero (Esendere), Bazargan (Gürbulak) und Kapiköy sind grundsätzlich 24 Stunden geöffnet. Der Grenzübergang Bazargan (Gürbulak) sollte aus Kapazitätsgründen möglichst nicht genutzt werden. Die türkischen Grenzbeamten lassen iranische und deutsche Staatsangehörige frei passieren. Auf iranischer Seite kann es bei der Ausreise zu längeren Wartezeiten kommen, insbes. durch Probleme technischer Natur bei den iranischen Grenzkontrollen.
Hinter der Grenze bestehen individuelle Möglichkeiten zur Weiterreise. Die nächsten Flughäfen auf der türkischen Seite der Grenze befinden sich in Hakkari, Van und Ağrı.Deutsche und iranische Staatsangehörige benötigen für die Einreise in die Türkei kein Visum.


Armenien:


Der Übergang Nourdooz ist grundsätzlich 24 Stunden geöffnet.
Es gibt direkte Busverbindungen von Teheran und Täbris nach Eriwan und einen Busdienst von der Grenze in die Hauptstadt Eriwan (Änderungen aufgrund der aktuellen Situation möglich).
Deutsche und iranische Staatsangehörige benötigen für die Einreise kein Visum.

Aserbaidschan:

Der Grenzübergang ist grundsätzlich für den Personenverkehr geschlossen. Eine Einreise ist über den Grenzübergang Astara nur mit Sondergenehmigung der aserbaidschanischen Behörden sowie einem gültigen deutschen Reisepass und einem gültigen Visum für Aserbaidschan möglich. Für weitere Informationen lesen Sie unbedingt die FAQs auf der Website der Deutschen Botschaft Baku.

Darüber hinaus beachten Sie bitte folgende grundsätzliche Hinweise:

  • Bleiben Sie an einem sicheren Ort, wie z.B. Ihrer Wohnung.
  • Halten Sie sich in Gebäuden möglichst in einem fensterlosen Raum auf, der zusätzlich zur Außenwand eine weitere Wand aufweist.
  • Halten Sie sich von Menschenansammlungen, militärischen Einrichtungen und öffentlichen Gebäuden fern.
  • Fotografieren Sie unter keinen Umständen entstandene Schäden der Luftangriffe.
  • Seien Sie wachsam und verfolgen Sie die Meldungen in internationalen und lokalen Medien aufmerksam.
  • Stellen Sie Ihre Kommunikationsfähigkeit sicher und leisten Sie den Anweisungen der lokalen Behörden, insbesondere des Zivilschutzes, Folge.
  • Fotografieren Sie unter keinen Umständen entstandene Schäden der Luftangriffe.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff)

Die Botschaft wird Sie auch weiterhin über ELEFAND über wichtige Entwicklungen der Sicherheitslage im Land informieren. Zu diesem Zweck überprüfen Sie bitte Ihre Angaben und Kontaktdaten in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (https://krisenvorsorgeliste.diplo.de) bzw. in der ELEFAND-App (für Android und iOS) und schalten Sie die Funktion der Notfall-Benachrichtigung per SMS frei. Ermuntern Sie bitte auch andere deutsche Staatsangehörige, die sich vor Ort aufhalten, zur Registrierung. Sollten Sie inzwischen ausgereist sein, beenden Sie bitte die Registrierung des Auslandsaufenthaltes in ELEFAND.

Bitte beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts, die laufend aktualisiert werden.

In unseren FAQs zur aktuellen Lage im Nahen und Mittleren Osten finden Sie zudem weitere Informationen.

Das Auswärtige Amt hat auch eine Sondertelefonnummer eingerichtet. Sie erreichen diese unter folgender Rufnummer: +49 305000 87777.

Wir wünschen Ihnen alles Gute, passen Sie auf sich auf!

Ihr Team der Deutschen Botschaft Teheran

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