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Frauen für Frieden und Sicherheit: Außenminister Maas eröffnet Netzwerktreffen

10.04.2018 - Artikel

In Berlin treffen sich am Montag und Dienstag (9./10.4.) Vertreterinnen und Vertreter regionaler und internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft aus aller Welt, um die Rolle von Frauen beim Erhalt von Frieden und Sicherheit zu diskutieren. 

„Frauen können und müssen eine aktive Rolle spielen“

70 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland gibt es weltweit nach wie vor keine tatsächliche gleichberechtigte Teilhabe von Frauen. Das gilt für die Politik, aber auch beim Erhalt von Frieden und Sicherheit. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat deshalb im Jahr 2000 eine Resolution verabschiedet, die sich der Mitwirkung von Frauen an der Beilegung von Konflikten widmet.

Frauen können und müssen eine aktive Rolle spielen: In der Konfliktvorbeugung und an den Friedenstischen, beim Wiederaufbau und bei der Versöhnung von Gesellschaften, auch und gerade nach Beendigung von Konflikten! Das ist die Kernbotschaft der Sicherheitsratsresolution 1325,

so Außenminister Maas in seinem Grußwort beim Treffen des „Women, Peace and Security Focal Points Network“ am Montag in Berlin.

Missbrauch von Frauen als Mittel zur Kriegsführung

Frauen werden in bewaffneten Konflikten häufig auch Opfer von sexualisierter Gewalt als Teil einer Kriegstaktik. Auch dies ist ein Bestandteil der -Resolution 1325. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen veröffentlicht regelmäßig Berichte zu sexueller Gewalt in Konflikten, die schwerste Menschenrechtsverletzungen dokumentieren. Maas will die Diskussionen in New York darüber voranbringen: „Wir müssen nicht nur diesen Zustand beklagen, wir müssen auch sichtbar und effektiv etwas gegen ihn unternehmen.“

Starke Partner für starke Frauenrechte

Die Bundesregierung misst der Stärkung der Frauenrechte und der Umsetzung der Sicherheitsratsresolution 1325 große Bedeutung bei. Darum hat Deutschland in diesem Jahr den Vorsitz des Women, Peace and Security Focal Points Network übernommen. Es soll unter anderem dem Austausch von Erfahrungen und Erfolgsmodellen dienen. Etwa 80 Mitgliedsstaaten und regionale Organisationen haben sich dem Netzwerk inzwischen angeschlossen. Das diesjährige Treffen in Berlin soll beleuchten, wie Allianzen die Agenda der Sicherheitsratsresolution voranbringen können – Allianzen mit Regionalorganisationen oder mit starken Partnern wie den G7, mit anderen Netzwerken oder Initiativen, aber auch Allianzen mit der Zivilgesellschaft. Außenminister Maas ist dies besonders wichtig: "Gerade in Zeiten, in denen viele Staaten die zivilgesellschaftlichen Handlungsräume einschränken, müssen wir die Zivilgesellschaft hören und unterstützen."